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Welche Fragen du deinem Kinderarzt stellen solltest – und welche Antworten wirklich korrekt sind

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Welche Fragen du deinem Kinderarzt stellen solltest – und welche Antworten wirklich korrekt sind

Wenn du zum ersten Mal Mama wirst, ist es gar nicht so leicht, auf dein eigenes Gefühl zu hören, besonders wenn es ums Stillen geht. Viele Mütter erleben, dass sie in der Arztpraxis verunsichert werden oder widersprüchliche Informationen bekommen. Genau deshalb lohnt es sich, schon in der Schwangerschaft den richtigen Kinderarzt auszuwählen.

Hier findest du die wichtigsten Fragen, die du deinem zukünftigen Kinderarzt stellen solltest, inklusive der Antworten, die tatsächlich dem aktuellen Wissensstand entsprechen.


Warum der richtige Kinderarzt für deine Stillreise so wichtig ist

Stillen ist etwas Natürliches. Trotzdem halten sich in Praxen oft veraltete Empfehlungen und nicht selten entsteht dadurch unnötiger Stress.
Ein guter Kinderarzt:

  • respektiert deine Stillbeziehung

  • orientiert sich an aktuellen Leitlinien

  • arbeitet im Idealfall mit Stillberaterinnen zusammen

  • stärkt dein Vertrauen statt Druck aufzubauen

Diese fünf Fragen helfen dir, genau das herauszufinden.


1. Arbeiten Sie mit einer Stillberaterin oder IBCLC zusammen?

Einige Kinderärzte kooperieren mit zertifizierten Stillberaterinnen oder haben sogar eine integrierte Stillberatung.
Wichtig ist:

  • Wird bei Stillproblemen an eine qualifizierte Fachperson verwiesen?

  • Gibt es eine Anlaufstelle, falls du Unterstützung brauchst?

Ein Kinderarzt, der Stillen ernst nimmt, kennt seine eigenen Grenzen und weiß, wann er an Expertinnen übergibt.


2. Wann muss ein Neugeborenes sein Geburtsgewicht wieder erreicht haben?

Eine Gewichtsabnahme von bis zu 10 % nach der Geburt ist völlig normal.

Aktuelle Empfehlungen:

  • 14 Tage Zeit, um zum Geburtsgewicht zurückzukehren.

  • Danach oder bei Unsicherheit: Überweisung an eine Stillberaterin statt vorschneller Zufütter-Empfehlungen.

Ein guter Kinderarzt beobachtet, begleitet  und macht dir keine Angst.


3. Welche Wachstumskurve verwenden Sie?

Diese Frage ist wichtiger als viele denken.
Denn: Die Wachstumskurven im deutschen U-Heft basieren vor allem auf formulamilchgefütterten Babys.

Für gestillte Babys gelten andere Verläufe.

Darauf solltest du achten:

  • Verwendet der Kinderarzt die WHO-Wachstumskurven?

  • Erkennt er an, dass Stillkinder anders wachsen?

Die WHO-Kurven sind der Goldstandard für die weltweite Beurteilung von Wachstum und sollten immer verwendet werden.


4. Wann empfehlen Sie die Einführung von Beikost?

Die WHO empfiehlt:

  • Ausschließliches Stillen bis etwa 6 Monate.

  • Danach Beikosteinführung, sobald das Baby alle Beikostreifezeichen erfüllt.

  • Muttermilch bleibt im ganzen ersten Jahr die Hauptnahrungsquelle.

Falls ein Arzt bereits ab dem 4. Monat drängt oder ohne Reifezeichen auskommen will, ist das ein Warnsignal.


5. In welchem Alter empfehlen Sie abzustillen?

Ein kompetenter Kinderarzt macht keine Vorgaben zu einem bestimmten Alter.

Wichtig zu wissen:

  • Das natürliche Abstillalter liegt zwischen 3 und 7 Jahren.

  • Ein Kind stillt sich vorher nicht selbst ab.

  • Frühzeitiges Abstillen passiert fast immer durch äußere Einflüsse.

Die WHO-Empfehlung lautet:
Stillen bis mindestens zum Alter von 2 Jahren  und darüber hinaus so lange Mutter und Kind es möchten.


Was du aus diesen Antworten mitnehmen kannst

Ein guter Kinderarzt weiß:

  • Stillen ist mehr als Ernährung. Es ist Bindung, Regulation und Sicherheit.

  • Mütter brauchen Unterstützung, keine Verunsicherung.

  • Wachstum und Entwicklung folgen individuellen Verläufen.

Wenn du dich in der Praxis sicher und respektiert fühlst, stärkt das deine Stillbeziehung nachhaltig.

 

 

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